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direkt zur Hauptnavigation direkt zum InhaltAuf den folgenden Seiten haben wir für Sie umfassende Informationen rund um den Themenbereich Patientenrechte und Patientenschutz in Deutschland zusammengestellt. Denn nur ein informierter Patient kann sich am Behandlungsprozess aktiv beteiligen, in eigener Verantwortung Entscheidungen treffen und so Mitverantwortung im Behandlungsprozess übernehmen.
Um möglichst vielen Interessierten den Zugang zu ermöglichen, ist diese Homepage weitgehend barrierefrei gestaltet worden.
Die Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern, von Patientinnen und Patienten im Gesundheitswesen ist ein sensibles und wichtiges Thema. Ähnlich wie bei Menschen mit Behinderungen werden auch Patientinnen und Patienten im Gesundheitswesen vielfach noch immer als Objekt der Fürsorge betrachtet, wohlmeinend betreut - nicht jedoch als selbstbestimmende und selbstverantwortliche Menschen verstanden. Doch Patienten und Versicherte werden zunehmend kritischere Konsumenten, hinterfragen Behandlungswege und informieren sich vermehrt über ihre Rechte und Einflussmöglichkeiten. So war es naheliegend, dass eine von der Bundesregierung eingesetzte „Arbeitsgruppe Patientencharta“ im Jahr 2002 die „Patientencharta – Patientenrechte in Deutschland“ erstellte. Sie beschreibt die Rechte der Patienten auf Beratung, ärztliche Versorgung, Information und Aufklärung.
Diese Homepage „Blickpunkt Patient“ stellt Ihnen Organisationen vor, die für Patientinnen und Patienten Dienstleistungen erbringen und bei der medizinischen Versorgung zentrale Ansprechpartner sind. Hier finden Sie Links zu Organisationen mit Patientenbezug, wie Krankenkassen und Pflegekassen, Fachverbände aus Medizin und Therapie, Wohlfahrts- und Sozialverbände, Selbsthilfeverbände und Netzwerke. Aber auch Internetportale mit Informationen über Symptome, Behandlung und Verlauf von Krankheiten, Links zu Gesundheitsratgebern sowie Links rund um das Thema Patientenrechte und juristischem Rat.
Ein zentrales Kapitel nehmen die Patientenselbsthilfe und Patientennetzwerke ein. Die Selbsthilfearbeit hat große Bedeutung im Netz der sozialen und gesundheitlichen Versorgung. Etwa drei Millionen Menschen engagieren sich in Deutschland in rund 100.000 Selbsthilfegruppen. Hier finden Sie Informationen über die regionalen Hilfsangebote für Selbsthilfegruppen und Unterstützung bei der Neugründung oder Suche nach einer entsprechenden Gruppe. Auch das rheinland-pfälzische Gesundheitsministerium stellt hierzu umfangreiche Informationen zur Verfügung. Netzwerke und Patientenverbände bieten aus der Sicht Betroffener fachliche Hilfe an und setzen sich gemeinsam für Patientenrechte und Patientenschutz ein. So bedeutet eine Stärkung der Patientinnen und Patienten auch eine Stärkung der Selbsthilfeorganisationen, deren Integration ins Gesundheitswesen längst nicht mehr wegzudenken ist.
Patientinnen und Patienten können den Arzt und das Krankenhaus frei wählen, ihre Behandlungsunterlagen einsehen, bei Beschwerden Patientenberatungsstellen und Patientenbeschwerdestellen einschalten, Ansprüche bei Gutachter- und Schlichtungsstellen geltend machen wie auch juristische Beratung in Anspruch nehmen. Eine Vielzahl von Beratungsstellen bietet hierbei ihre (zum Teil kostenlose) Unterstützung an, die wir Ihnen auf den Internetseiten von „Blickpunkt Patient“ vorstellen. Auch die gesetzlichen Krankenkassen beraten auf Wunsch ihre Versicherten kostenlos bei der Durchsetzung möglicher Ansprüche.
Zu all diesen Themen finden Patientinnen und Patienten auf unseren Seiten aktuelle Informationen, übersichtlich aufbereitet und nach einzelnen Schwerpunkten gegliedert. Die LZG möchte Sie mit diesen Informationen unterstützen Ihre Rechte zu kennen und als Handelnder wahrzunehmen, sowohl im Rahmen der Krankenbehandlung als auch im Schadensfall. Aber auch für Fachkräfte des Gesundheitswesens können diese Seiten als Informationsquelle dienen. Wer beispielsweise als Ärztin oder Arzt seine Rechte und Pflichten kennt, kann nicht zuletzt seine Patientinnen und Patienten hierbei besser unterstützen.
Es gilt weiterhin anzuregen, dass die Verbesserung von Patientenrechten und Patientenschutz von allen am Gesundheitswesen Beteiligten als gemeinsame Aufgabe verstanden werden muss. Ziel muss es sein, ein effektives Informationsangebot für Patientinnen und Patienten zu schaffen und eine größere Transparenz im Gesundheitswesen herzustellen. Letztendlich sind rund 85 Mill. Bundesbürgerinnen und Bundesbürger vom Ergebnis der gemeinsamen Anstrengungen und Zusammenarbeit betroffen.
Die Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz wünscht Ihnen bei Ihren Recherchen viel Erfolg, viele Anregungen und Unterstützung.